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Edit Shopping CART(73)  |  Sunday, November 22, 2009
 
 
ARTICLES  &  COMMENTARY
Die Revolutionsgarden sind das Machtzentrum
 

Jonathan Weckerle: Wie ist die Situation in der Islamischen Republik Iran 30 Jahre nach der Revolution?

Ali Alfoneh: Sie sieht sich mit vielen Problemen konfrontiert, denen auch das Schah-Regime in den späten 1970er Jahren gegenüberstand. Das überrascht nicht, denn trotz aller Anti-Schah-Propaganda zur Legitimierung der Islamischen Republik hat diese in vielen Bereichen die Politik des Schahs fortgesetzt, besonders was die Modernisierung der Gesellschaft angeht. Von innen steht das Regime durch Forderungen nach Demokratisierung und Liberalisierung unter Druck, von außen wegen der Atomfrage. In keinem dieser Punkte will die Führung nachgeben und

hat sich deshalb zu einer Militarisierung des gesamten Systems entschlossen. Die iranischen Revolutionsgarden (Pasdaran) sind dabei zunehmend zumeigentlichen politischen Machtzentrum geworden, die Balance zwischen ihnen und dem schiitischen Klerus hat sich immer mehr zu ihren Gunsten verschoben. Die Zahl der ehemaligen Revolutionswächter

im Kabinett, im Parlament oder unter den Provinzgouverneuren nimmt zu. Sie infiltrieren das Systemin allen Bereichen, und jeder neue Revolutionswächter auf einem Posten verdrängt jemanden aus dem Klerus.

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Ali Alfoneh is a visiting research fellow at AEI.